1/13/2008

Es würde Licht

7:13 Uhr Rock´n Roll!

Der Konjunktiv:
Konjunktiv I
findet seine Hauptverwendung in der indirekten Rede um zu verdeutlichen, daß das gesagte/geschriebene nicht die eigene Meinung, sondern die einer zitierten Person ist.
"Er sagt, er sei der König von Mallorca"
desweiteren bildet man mit dem Konjunktiv I die Wunschform:
"Ich bin der König von Mallorca. Mein Wille geschehe."
und die Aufforderungsform:
"Man bewerfe den König von Mallorca mit Tomaten"

Konjunktiv II
wird verwendet um, für den Sprecher/Autor Unmögliches bzw. Unwahrscheinliches zum Ausdruck zu bringen oder dessen Eintreten nur unter bestimmten Umständen möglich sei. Im folgenden Beispiel fällt das für gewöhnlich übliche (=Tautologie), "wenn" zu Beginn des Satzes weg:
"Gäbe es einen Gott, gäbe es keinen König von Mallorca"
Desweiteren findet der Konjuntkiv II in der Höflichkeitsform seine Anwendung, ein Umstand der unseren anerzogenen Konjunktiv-Hass ein wenig erschüttert:
"Hätten sie Freude an einer Polonaise?"

Konjunktiv III (der moderne Konjunktiv)
wird mit "würde" gebildet, gilt aber allgemein, insbesondere im geschriebenen Wort, als wenig attraktiv, wird aber nichtsdestotrotz mittlerweile als eigenständige Konjunktiv-Form anerkannt.
"Er meint, er würde Kleider tragen", anstelle von "Er meint, er trüge Kleider"


P.S. direkt auf Andis SMS antwortend:
...hab ich mir nach kurzer Überlegung eh gedacht. War mir zuerst nicht sicher ob du mit "vorher" dein "jetzt" meintest oder dein "vorher-vorher". Meine Interpretation in der kurz eingenommenen Rolle eines Christen veranlasst mich zu der Überlegung, daß, wenn das Leben irgendeinen Sinn machen soll, und Religionen verklickern uns das mit Wehemenz, liesse sich daraus schliessen, daß man "danach" keinesfalls mehr "dort ist wo man vorher war". Fies ist darüber hinaus allerdings, daß Selbstmördern kategorisch der Weg ins Paradies verwehrt bleibt und das Leben nun mal so und so keinen Sinn macht, oder überhaupt machen muß.
Das "was war vor meiner Geburt" wird im Christentum anscheinend nur am Rande thematisiert. Offenbar ein zu heikles Thema für die größte Weltreligion dieses Planeten. Als Erklärung lässt sich nur mal wieder ein, dem Christentum desöfteren innewohnendes, "es ist halt so" finden, auch, wie Theologen das überheblich formulieren, "Kreationismus" (Jede einzelne Seele wird von Gott unmittelbar aus nichts erschaffen") genannt.

Psalm 139. Vers 16:
"Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war."
Eine dazu etwas widersprüchliche Interpretation ist die, daß die eigene Seele, und wir nehmen nun mal an "die Seele" ist das "Ich", aus Teilen der väterlichen und Teilen der mütterlichen Seite entstünde, was bedeutete, daß jeder von uns, laut christlicher Weltanschaung, bereits seit Anbeginn der Menschheit existiere: Adam wurde von Gott aus dem Nichts erschaffen, weil Gott es so wollte und dieser Adam durch die Nase eine Seele einhauchte ("Kreationismus"). Eva wurde aus Adams Rippe erschaffen (keine Seele durch die Nase) und teilte sich somit dessen Seele. Dies nennen wir Theologen "Generatianismus", der wiederum auf Kain und Abel übertragbar wäre. Theologische Vererbungslehre also.

1 Comments:

At 8:23 PM, Blogger deine Mutter said...

Sehr schön, deine Ausführungen mit dem König von Malle.

So, liebes Christentum, jetzt komm ich: Das mit leben, tod und Paradies is ein schas, das hamma eh besprochen. (ich stell mir grad den Thomas vor wie er sichs fäüt, dass er nicht noch geblieben is) Aber was is mit der vielgerühmten Seele?

Da hab ich mir auch was ausgedacht, das wenn man sein gehirn benutzen kann und sich nicht alles von einer höheren macht (Kirche, nicht Gott) befehlen lassen muss, als erklärung für die Seele taugen sollte. Ich glaub nämlich, dass Seele das ist, was nach meinem Tod von mir übrigbleibt.

Also nicht das was dann schön langsam stingert wird, sondern die erinnerungen der Menschen die mich gekannt haben. Wenn ich der König von Mallorca war werden diese nicht so positiv sein, anders natürlich bei guten Menschen wie zum Beispiel Arnold Schwarzenegger. Also üble Nachred für Drews und lobhudelei für Arnie.

Darum ist die Seele zwar nicht unsterblich, aber überlebt ihren Träger und verblasst mit der Zeit. Und wenn man sich sehr in ein Extrem bewegt hat, dauerts länger, bis man siene "Sünden abgebüßt" hat oder man im "Paradies" ist. Beispiele dafür natürlich Adolf Hitler und Mutter Theresa (Obwohl die ja in letzter Zeit ein bisserl ins schlechte Licht gerückt is).

 

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